Test de Hozy : une parenthèse brève, mais chaleureuse
, von Enzo
In einer Videospielwelt, die oft von rasanten Action-Szenen und Wettkämpfen geprägt ist, schwimmt Hozy eher gegen den Strom und bietet ein sanftes, beruhigendes Erlebnis. Dieses Indie-Spiel setzt auf eine einfache Philosophie: Entschleunigen, sich Zeit nehmen und die kleinen Freuden des Alltags genießen. Aber ist das auch gelungen?
Weniger Story, dafür mehr Eintauchen in die Welt
Schon in den ersten Minuten besticht Hozy durch seine künstlerische Gestaltung. Die Grafik besticht durch einen schlichten und gepflegten Stil. Pastellfarben und schöne Lichtstimmungen runden das Ganze ab. Jedes Detail scheint darauf ausgelegt zu sein, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen: das warme Licht einer Lampe, das Knistern eines Kamins oder auch das Rauschen des Windes. Hinzu kommen zahlreiche kleine Interaktionen mit Elementen der Umgebung. Das Ganze schafft eine immersive Atmosphäre, die sofort zum Entspannen einlädt.
Eine der Stärken von Hozy liegt darin, dass es eine Art emotionale Verbindung zum Spieler herstellt – ganz ohne Handlung und ohne Charaktere. Das Spiel erzählt keine klassische Geschichte, sondern suggeriert vielmehr Lebensfragmente, Momente, die in der Schwebe bleiben. Dieser implizite Erzählansatz lässt Raum für die Interpretation jeder einzelnen Szene, auf die man stößt, und verstärkt die Verbundenheit mit der dargestellten Welt.
Nicht zu vergessen der Soundtrack, der diese Absicht wunderbar untermalt: Er besteht aus sanften Melodien und realistischen Umgebungsgeräuschen und trägt aktiv zum Eintauchen in die Welt bei.

Sanftes Gameplay, aber fragwürdiger Wiederspielwert
Das Gameplay basiert seinerseits auf einfachen, aber effektiven Mechaniken. Der Spieler ist aufgefordert, einen Wohnraum einzurichten und individuell zu gestalten, während er kleine Alltagsaufgaben erledigt: putzen, aufräumen, einrichten – und dabei den entspannenden Aspekt genießt. Die Bewegungen sind großzügig und flüssig und verleihen dem Umgang mit Werkzeugen und dem Aufstellen von Möbeln eine gewisse Realitätsnähe. Manche Szenen haben ihre eigenen Spielmechaniken, vom Fensterputzen über das Ausbauen und Ersetzen von Parkett bis hin zum Dachwechsel. In Hozy gibt’s keinen Druck, keine Punktzahl, keine Stoppuhr – nur die Freude daran, eine Umgebung ganz nach deinen Vorstellungen zu gestalten.
Das Spiel wird vom Studio als sehr wiederholbar präsentiert, aber man muss zugeben, dass das ein bisschen nach Selbstbeweihräucherung klingt. Die Szenen enthalten bei jeder Neugenerierung keine neuen oder zufälligen Elemente, die Phasen des Aufräumens, Putzen und der Bauarbeiten sind identisch – nur der Teil, in dem man die Möbel anordnet, liegt ganz in deiner Hand. Solange du also nicht völlig unzufrieden mit deiner Arbeit bist oder eine zweite Raumgestaltung ausprobieren willst, kommt der Wiederspielwert zum Erliegen.
Verbesserungsmöglichkeiten
Der größte Makel von Hozy ist wahrscheinlich das Gefühl der Monotonie, das sich trotz der kurzen Spieldauer einschleicht. Auch wenn die Zeit, die man mit dem Spiel verbringt, angenehm ist, hat man doch ziemlich schnell keine Lust mehr, sich lange damit aufzuhalten. Was die Spielzeit angeht, braucht man etwa 3 Stunden, um das Spiel durchzuspielen, was für einen Preis von 14,99 € doch etwas knapp erscheint.
Am Gameplay selbst gibt’s nicht viel auszusetzen, außer dass das Auspacken der Kartons manchmal frustrierend ist: Man weiß vorher nicht, wie viele Gegenstände darin sind, und kann sich das auch nicht vorher ansehen. Am Ende packt man oft einfach alles wahllos aus, um es danach wieder wegzuräumen.
Auf dem PC getestet. Unsere Bewertungsrichtlinien findest du hier.
7/10
Das Spiel hält voll und ganz, was es verspricht: einen virtuellen Ort der Ruhe und Kreativität zu bieten. In einer Welt, in der immer alles schnell geht, bietet es eine willkommene kleine Auszeit, einen digitalen Rückzugsort, zu dem man gerne zurückkehrt. Technisch solide, hier gibt’s keine Schwächen zu bemängeln – alles ist gut im Griff. Das Erlebnis ist zwar nicht unangenehm, kann aber für manche langweilig werden und ist für den Preis sicher etwas zu kurz. Es gibt andere „zufriedenstellende“ Erlebnisse auf dem Markt, die etwas mehr Tiefe und mehr Inhalt bieten. Hozy ist also kein Spiel für jedermann, wird aber zweifellos sein Publikum unter den Liebhabern entspannender und kontemplativer Erlebnisse finden.
- + Eine herzliche künstlerische Leitung
- + Ein echt entspanntes Gameplay
- + In jeder Szene herrscht eine ganz andere Atmosphäre
- - Zu wenig Inhalt, und es wird schnell eintönig
- - Der Preis ist ein bisschen hoch








